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Der Kanton Schaffhausen bereitet sich auf eine mögliche Energiemangellage vor

  • Der Kanton Schaffhausen bereitet sich auf eine mögliche Energiemangellage vor
    Der Kanton Schaffhausen bereitet sich auf eine mögliche Energiemangellage vor (Bild: Kanton Schaffhausen)
2022-09-05 09:54:02
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Mit der Einsetzung des Stabs Energie der Kantonalen Führungsorganisation, der Aufschaltung einer Informationswebseite sowie dem Betrieb einer Hotline stellt sich der Kanton Schaffhausen proaktiv den Herausforderungen, die eine mögliche Energiemangellage mit sich bringt, wie der Kanton Schaffhausen meldet.

  Die Schweiz steht vor einem herausfordernden Winter. Gemäss den Fachleuten des Bundes und der Energieunternehmen muss im kommenden Herbst und Winter mit Engpässen in der Energieversorgung gerechnet werden. Ausfälle von Kernkraftwerken in Frankreich, die Drosselung von Erdgaslieferungen aus Russland, ein Lieferengpass bei Erdölprodukten, das fehlende Stromabkommen mit der EU und tiefe Füllstände von Stauseen seien die massgebenden Gründe dafür.

Gegenwärtig sei die Versorgung mit Gas jedoch gesichert. Ebenso sei die Versorgung mit Elektrizität derzeit sichergestellt.

Dank der temporären Bedarfsdeckungsunterschreitung der Pflichtlager sei auch die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten weiterhin gesichert, aber sehr angespannt.   Der Schaffhauser Regierungsrat teilt die Meinung der Fachleute, wonach eine temporäre Stromabschaltung und eine Versorgungslücke beim Gas unbedingt verhindert werden müssen.

Er begrüsst daher die Bemühungen des Bundes und sei bereit, vom Bund angeordnete Massnahmen zu unterstützen. Es sei wichtig, dass der Bundesrat ein möglichst einheitliches nationales Krisenmanagement sicherstellt.

Oberstes Ziel ist, mit den notwendigen Vorbereitungen und Vorkehrungen sowie einem national, kantonal und mit allen wichtigen Akteuren koordinierten Krisenmanagement die möglichen Herausforderungen einer Strom- und Gas-Mangellage möglichst geordnet bewältigen zu können.   Die Fachleute in der kantonalen Verwaltung arbeiten seit der Sicherheitsverbundsübung im Jahr 2014 mit dem Szenario einer Energiemangellage.

Die aktuell unsichere Situation auf dem Energieversorgungsmarkt werde bereits seit längerer Zeit beobachtet. Um proaktiv auf die Herausforderungen einer möglichen Strom- und Gasmangellage zu reagieren, habe der Regierungsrat am 30. August 2022 den Stab Energie der Kantonalen Führungsorganisation eingesetzt.

Dabei geht es insbesondere darum, die Bevölkerung zu informieren und zu sensibilisieren. Weiter werden Vorsorgeplanungen erstellt sowie die Gemeinden, Partnerorganisationen und die Wirtschaft begleitet.

Schliesslich werden Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs – für die Bevölkerung, die Wirtschaft, aber auch für die Verwaltung – erarbeitet und umgesetzt. Die kantonale Verwaltung werde dabei eine Vorbildrolle übernehmen.

  Ein wichtiger Bestandteil der kantonalen Massnahmen sei die Aufschaltung einer Informations-Webseite zu den wichtigsten Themen im Bereich Strom- und Gasmangellage. Diese sei unter www.sh.ch/energiemangel abrufbar.

Auf der Plattform werde ausführlich erklärt, wie es zu einer Strom- oder Gas-Mangellage kommen könne und was die Folgen davon wären. Weiter gibt es Informationen für die Bevölkerung und für Unternehmen sowie eine Übersicht über die vom Bund vorgesehenen Massnahmen.

Die Webseite werde laufend aktualisiert.   Für Fragen, die nicht mit Hilfe der Informations-Webseite beantwortet werden können, habe der Kanton eine Hotline zum Thema Energiemangellage eingerichtet.

Die Hotline sei ab Montag, 05.09.2022, 15.00 Uhr in Betrieb.   Telefonnummer:                     +41 52 632 70 88 E-Mail:                                    energiemangel@sh.ch Betriebszeiten:                       Montag bis Freitag, 08.00 bis 12:00 Uhr und 13.00 bis 17.00 Uhr.

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