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ÖV-Konferenz zum Fahrplanwechsel

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    ÖV-Konferenz zum Fahrplanwechsel (Bild: Kanton Schaffhausen)
2022-12-09 15:54:02
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Am Sonntag, 11. Dezember 2022, findet der nächste Fahrplanwechsel statt, wie der Kanton Schaffhausen schreibt.

Der Kanton als Besteller des regionalen Personenverkehrs und die Transportunternehmen informierten an der jährlichen ÖV-Konferenz über verschiedene Änderungen im neuen Fahrplan, Erfahrungen mit dem aktuellen Fahrplan sowie über die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs.   Nach zwei Jahren Unterbruch infolge der Corona-Pandemie könne die traditionelle ÖV-Konferenz dieses Jahr endlich wieder stattfinden.

Die ÖV-Konferenz dient als Plattform für den Austausch über den öffentlichen Verkehr (ÖV) zwischen Transportunternehmen, Gemeinden und dem Kanton.    Fahrplanänderungen Im Fernverkehr werde der bisherige IC4 umbenannt und heisst künftig nur noch IC. Zudem werden im Laufe des nächsten Jahres die heutigen Züge durch Doppelstock-Triebzüge der DB ersetzt, die praktisch auf allen IC-Kursen einen niederflurigen Einstieg ermöglichen.

Auf der Gäubahn kommt es im Sommer 2023 zu einer längeren Baustelle zwischen Singen und Stuttgart. Der IC verkehrt von Juni bis Oktober 2023 nur zwischen Zürich und Singen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werde das Angebot erheblich ausgebaut. Die Anzahl der Direktverbindungen zwischen Zürich und Stuttgart werde um vier erhöht.

Besonders hervorzuheben sei eine neue Frühverbindung (Schaffhausen ab 05.30 Uhr, Stuttgart an 07.59 Uhr), welche bereits ab Dezember 2022 jeweils Montag bis Freitag verkehrt. Im Regionalverkehr beschränken sich die Fahrplanänderungen auf kleinere Korrekturen.

Auf der Linie 25 (Schaffhausen–Ramsen) fahren die Busse in Richtung Ramsen zwischen 15.20 Uhr und 18.50 Uhr in Schaffhausen eine Minute später ab und erhalten für eine verbesserte Pünktlichkeit insgesamt drei Minuten mehr Fahrzeit. Als Folge davon werde während dieser Zeit der Anschluss an die Linie 33 (Singen–Stein am Rhein) nicht mehr möglich sein.

Die Linie 28 (Guntmadingen–Beringen) verkehrt ab Guntmadingen (Dorf) eine Minute früher, um in Beringen den Anschluss an die S-Bahn in Richtung Erzingen sicherzustellen. Zudem werden auf den Fahrplanwechsel einige Haltestellen umbenannt (Schaffhausen, Weinberg heisst neu Schaffhausen, KSS Freizeitpark; Schaffhausen, Hallenbad heisst neu Schaffhausen, Belairpark).

Die Haltestellen Schaffhausen, Breitestieg und Schaffhausen, Durachsteg der Linie 23 werden aufgehoben, dafür werde eine neue Haltestelle, Schaffhausen, Ziegelhütte, in Betrieb genommen. Eine Übersicht der Fahrplanänderungen in der Region könne unter www.fahrplan-ost.ch nach Ortschaft oder Linie sortiert abgerufen werden.

Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre Aufgrund verschiedener Vorgaben seitens der Bundesbehörden, wie beispielsweise Homeoffice-Pflicht während der Pandemie, seien die Fahrgastzahlen massiv eingebrochen. Im Jahr 2020 betrug der Rückgang teilweise 50 % und mehr, wobei sich die Fahrgastzahlen im Verlauf des Jahres 2021 durch gelockerte Pandemie-Massnahmen sukzessive erholt haben.

Im aktuellen Jahr seien sie wieder auf Vor-Pandemieniveau angestiegen. Die Transportunternehmen mussten während der Pandemie ein Grundangebot aufrechterhalten, was aufgrund der wegbrechenden Fahrgastzahlen zu massiven Verlusten geführt hat.

Der Bund und die Kantone haben in den Jahren 2020 und 2021 die Corona bedingten Verluste über zusätzliche Abgeltungen ausgeglichen, wenn sie die Transportunternehmen nicht über ihre zweckgebundenen Reserven decken konnten. Weiterentwicklung des ÖV Bei der Nachfrage nach Bahn- und Busleistungen werde weiterhin mit einem signifikanten Wachstum gerechnet.

Der Bund rechnet bis 2040 an verschiedenen Orten mit einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen. Deshalb werde die Bahninfrastruktur weiter ausgebaut.

2019 wurde der Ausbauschritt 2035 mit überwältigendem Mehr verabschiedet und seit Januar 2020 laufen die Umsetzungsarbeiten im Umfang von rund 13 Mia. Franken.

Beim Ausbau der Bahninfrastruktur sei nun jedoch eine Konsolidierungsphase notwendig. Gründe seien und andere der Verzicht der SBB auf die Technik der Wankkompensation, Verzögerungen bei Schlüsselprojekten und eine Baustellen-Dichte, die bis mindestens 2033 keine zusätzlichen Arbeiten auf dem Netz mehr zulässt.

In dieser Konsolidierungsphase werde der Fokus auf bauliche Massnahmen gelegt, mit welchen sich der Zielfahrplan («Angebotskonzept») 2035 realisieren lässt. Die für den Kanton Schaffhausen wichtigen Projekte seien der Doppelspurausbau zwischen Jestetten und Lottstetten und die Hochrhein-Elektrifizierung zwischen Erzingen und Basel.

Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke sei die Grundlage für Angebotsverbesserungen. So seien per Dezember 2027 Taktverdichtungen zum Halbstundentakt und die Durchbindung der Züge zwischen Basel (Bad.

Bf.) über Schaffhausen, Singen, Konstanz nach Sankt Gallen geplant. Für Schaffhausen sehr wichtig sei die grenzüberschreitende Fahrplanabstimmung.

Diesem Zweck dient das Projekt BODANRAIL 2045 der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK), welches in den letzten Jahren unter Leitung des Kantons Schaffhausen entstanden ist. In enger Zusammenarbeit zwischen den ÖV-Fachstellen der Kantone und Bundesländer dies und jenseits der Grenzen solle die Weiterentwicklung des Schienenpersonenverkehrs verbessert werden.

So sollen beispielsweise mehr Direktverbindungen realisiert, die Fahrpläne besser abgestimmt sowie die Umsetzung verschiedener Ausbauprojekte gefördert werden. Der ÖV sei ein wichtiger Bestandteil von Stadt und Kanton.

Ohne ÖV wäre der tägliche Verkehr wesentlich mühsamer, teurer und umweltschädlicher. Für eine umweltverträgliche und effiziente Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse sei eine Verschiebung des Modal Splits zugunsten des Langsamverkehrs und des öffentlichen Verkehrs unumgänglich.

Der Regierungsrat will deshalb den ÖV weiter stärken und dessen Nutzung fördern. Dazu solle auch die Kommunikation verstärkt werden, um der Bevölkerung den Nutzen und die Vorteile des ÖV näher zu bringen.

Mit dem gut ausgebauten ÖV steht der Bevölkerung des Kantons eine leistungsfähige und klimafreundliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr zur Verfügung. Die aktive Nutzung durch die Bevölkerung stellt sicher, dass das Angebot langfristig und nachhaltig finanziert werden kann.   .

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