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Spezieller Gruss aus der Römerzeit – Tag der offenen Grabung in Stein am Rhein

Spezieller Gruss aus der Römerzeit – Tag der offenen Grabung in Stein am Rhein
Spezieller Gruss aus der Römerzeit – Tag der offenen Grabung in Stein am Rhein (Bild: Kanton Schaffhausen)

2021-06-22 09:54:04
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Seit Anfang Mai gräbt die Kantonsarchäologie in Stein am Rhein ein spätrömisches Gräberfeld aus, wie der Kanton Schaffhausen schildert.

Über 35 Gräber habe sie bisher freigelegt. Darin lagen die Knochen von Männern, Frauen und Kindern.

Bei fünf Skeletten sei eine Hand wie zum Gruss angehoben. Was dies zu bedeuten hat, sei unbekannt.

Am Samstag 6. Juli 2019 gibt die Kantonsarchäologie an einem Tag der offenen Grabungen Einblicke in die laufenden Arbeiten.   Gräber aus dem 4. Jahrhundert Am 6. Juli 2019 öffnet die Kantonsarchäologie Schaffhausen die Tür in der Bauabsperrung, welche das Grabungsareal an der Kaltenbachstrasse in Stein am Rhein umgibt.

Hier graben seit Anfang Mai Archäologinnen und Archäologen mit Spatel und Pinsel brüchige Knochen aus. Es seien Skelette von Frauen, Männern und Kindern, die vor rund 1700 Jahren an dieser Stelle beerdigt wurden.

Einigen Toten legten die Angehörigen Beigaben ins Grab. Es seien persönliche Gegenstände wie eine Glasperlenkette oder ein Armreif.

Anderen wurde Proviant für die Reise ins Jenseits mitgegeben. Die Behältnisse, Becher, Schüsseln und Flaschen aus Keramik, Glas und Speckstein stehen neben dem Kopf oder am Fussende.

  Wie man sich bettet so liegt man Die Toten wurden auf dem Rücken liegend ins Grab gebettet. Die Hände seien meistens wie zum Gebet gefaltet oder ruhen neben den Oberschenkeln.

Fünf Skelette weichen von diesem Schema ab: Ein Arm sei angewinkelt, die Hand wie zum Gruss erhoben. Diese Armhaltung sei bemerkenswert.

Es sei nicht bekannt, was diese Geste zu bedeuten hat. War es ein spezieller Gruss? Gehören die fünf Personen zur selben Familie?   Woher sie kamen Neben den Beigaben und den Knochen werden auch verschiedene Proben aus den Gräbern entnommen.

Zähne, Knochen und selbst die Erde um das Skelett herum enthalten Informationen über Herkunft, Ernährungsweise und verwandtschaftliche Beziehungen der einzelnen Bestatteten. Die Analyse chemischer Bestandteile und des Erbgutes seien neuere Methoden in der Archäologie.

Damit werden die ausgegrabenen Skelette wieder zu Einzelpersonen und Teil der Geschichtsschreibung zu Stein am Rhein in spätrömischer Zeit.   Tag der offenen Grabung am Samstag, 6. Juli 2019 10.00 - 15.30 Uhr Stein am Rhein, Kaltenbachstrasse 11, südlich des Bahnüberganges   Besichtigung der Ausgrabung mit fünf Stationen: Römer: Vor 1700 Jahren in Stein am Rhein Skelette: Was Knochen erzählen Ausgraben: Wie Archäologen arbeiten Funde: Zerbrechliches Glas und weicher Stein Grab: Inszenierung einer römischen Bestattung   Erfahren Sie, warum die Archäologinnen Erde aus dem Bauchbereich der Skelette in Tüten abpacken, weshalb der Fotograf die Luft anhalten muss oder wieso Funde eingegipst werden.

Vor Ort stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Bitte benutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel (5 Min.

Fussweg vom Bahnhof Stein am Rhein)..

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