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Delegation von Umweltexperten der Partnerprovinz Hunan in Schaffhausen

Delegation von Umweltexperten der Partnerprovinz Hunan in Schaffhausen
Delegation von Umweltexperten der Partnerprovinz Hunan in Schaffhausen (Bild: Kanton Schaffhausen)

2021-06-22 09:54:06
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Eine Delegation von Umweltexperten der Provinz Hunan tauscht sich in dieser Woche mit Fachleuten des Interkantonalen Labors IKL und verschiedenen Forschungsinstituten aus, wie der Kanton Schaffhausen mitteilt.

Es sei das erste Treffen im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Kanton Schaffhausen und der Provinz Hunan.   Trinkwasserversorgung, Abwasserreinigung, Bewässerungssysteme, Mikroverunreinigungen, Antibiotikaresistenzen, Online-Überwachung von Fliessgewässern und Umweltbildung: Dies seien Beispiele von Themen, die das Interkantonale Labor Schaffhausen (IKL) zusammen mit einer Delegation von Umweltexperten aus der chinesischen Provinz Hunan vom 16. – 21. Juni 2019 in Schaffhausen bespricht.

Seit Februar 2018 besteht zwischen dem Kanton Schaffhausen und der südchinesischen Provinz Hunan eine Partnerschaftsvereinbarung, dessen Ziele unter anderem der Wissensaustausch in Fragen zum Thema Umweltschutz sei (siehe unten). «Die Schweiz verfügt zwar über eine langjährige Erfahrung im Umweltschutz, China habe darin in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt.

Von diesen neuen Erfahrungen Chinas können auch wir profitieren», erklärte Regierungsrat Ernst Landolt am Rande des Treffens.   Der Klimawandel beispielsweise sei eine Herausforderung, der die Menschen auf der gesamten Erde betrifft.

Die Veränderungen führen und andere zu Interessenskonflikten im Umgang mit Wasser. Der Kanton Schaffhausen habe in den letzten Jahren nachhaltige Investitionen in die Trinkwasserversorgung und der damit verbundenen Versorgungsicherheit getätigt.

Auf der anderen Seite gibt es in Schaffhausen noch wenig Erfahrung mit einer ressourcenschonenden Bewässerung in der Landwirtschaft. Hier könnten Lösungsansätze aus China für die Zukunft interessant sein.

Auf Interesse stiess das Nitratreduktionsprogramm im Klettgau, mit dem aufgezeigt werden konnte, dass ein Nebeneinander von landwirtschaftlicher Produktion und der Gewinnung von einwandfreiem Trinkwasser möglich ist. Die Abwasserreinigung der Hauptstadt der Provinz (Changsha) sei auf demselben technologischen Stand wie diejenige in Schaffhausen, doch für das Abwasser im ländlichen Raum werden noch einfache Lösungen gesucht.

Ziel des Austausches mit den Umweltexperten aus China sei es auch, ein gemeinsames Projekt zu einem Umweltproblem in Hunan und Schaffhausen zu starten. Die Unterschiede in Umweltbedingungen oder in den wissenschaftlichen Ansätzen zwischen den beiden Ländern und Regionen könnten zu neuen Lösungen führen, zeigten sich Vertreter aus Hunan und Schaffhausen überzeugt.

  Neben dem IKL werde die Delegation aus Hunan Forschungseinrichtungen in der Schweiz besuchen. Bereits besuchten sie das Wasserforschungsinstitut EAWAG, die neue, interessante Lösungsansätze für die Abwasserreinigung auf dem Lande präsentieren konnte.

Auch das eidgenössische Ökotoxzentrum stand auf der Agenda: Es stellte verschiedene biologische Testverfahren vor, mit denen der ökologische Zustand von Fliessgewässern erfasst werden kann. Testverfahren, die in Schaffhausen und Hunan zur Anwendung gelangen könnten.

In den noch verbleibenden zwei Tagen stehen und andere Besuche bei der Agroscope, dem Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, auf der Agenda, wo Präsentationen zum Thema «Reduktion von Stickstoffemissionen» vorgesehen sind. Bessere Wasser- und Luftqualität sollen mit den Lösungsvorschlägen erzielt werden.

Provinzpartnerschaft Hunan Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen möchte mit dem Partnerschaftsabkommen mit der Provinz Hunan die bereits bestehenden guten Kontakte von Schaffhausen zu offiziellen Vertretern der Volksrepublik China erweitern und den Wirtschaftsstandort Schaffhausen besser in China positionieren. Die Partnerschaft zwischen Schaffhausen und Hunan besteht seit Februar 2018 und beinhaltet einen vertieften Austausch zu den Themen Wirtschaftsentwicklung, Umwelttechnologien, Gesundheit und Standortpromotion.

Konkret geht es darum, Investitionen von chinesischen Firmen in Schaffhausen zu erhöhen und Absatzchancen für Schaffhauser Firmen in China zu steigern. Weiter solle ein Austausch auf Expertenstufe zum Thema Nachhaltigkeit initiiert werden, bei dem neben den Vertretern der Verwaltung insbesondere Schaffhauser Unternehmen ihre Erfahrungen einbringen können..

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