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Renaturierung «Herblinger Seeli»

2021-08-18 11:05:04
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Quelle: Stadt Schaffhausen

In Herblingen wird ein heute entwässertes Gebiet zu zwei kleinen Seen renaturiert, wie die Stadt Schaffhausen ausführt.

Damit werden verschiedene wertvolle neue Lebensräume geschaffen. Die Umsetzung der Arbeiten startet in diesen Tagen.  Das «Herblinger Seeli» habe eine lange Geschichte.

Es entwickelte sich in einer von Gletschern geformten abflusslosen Mulde. Nach dem Rückzug der Gletscher staute sich über der Grundmoräne das Wasser.

Das Gebiet verlandete schliesslich und es entstand ein Flachmoor mit einer heute noch vorhandenen Torfschicht. Im Zuge der Melioration in den 1930er Jahren wurde das Gebiet in das Fulachtal entwässert.

Als in den 1990er Jahren die Drainagesammelleitung zerbrach, entstand zwischenzeitlich wieder ein veritabler See. Seit längerer Zeit gibt es Bestrebungen, das Gebiet zu renaturieren.

Vor einigen Jahren gingen die Grundstücke im Bereich des «Herblinger Seeli» in den Besitz der Stadt Schaffhausen über. Der landwirtschaftliche Pächter erhielt daraufhin die Auflage, die Bewirtschaftung zu extensivieren.

Im vergangenen Jahr wurde schliesslich ein Revitalisierungsprojekt in Auftrag gegeben. Die Umsetzung erfolgt nun ab August 2021. Dabei werden zwei Weiher gegraben, welche in Zukunft permanent Wasser führen sollen.

Zudem werde die Entwässerung in das Fulachtal höher gelegt, sodass das Wasser im Frühjahr über die zwei Weiher hinaus liegen bleiben könne und sich nur langsam zurückzieht. Mit dem Projekt werden verschiedene Lebensräume wie temporäre Stillgewässer, wechselfeuchte Randbereiche und Hochstaudensäume entstehen, sowie verschiedene Amphibien- und Libellenarten gefördert.

Durch die trockeneren Sommer der vergangenen Jahre seien viele wasserführende Kleinstgewässer zumindest teilweise ausgetrocknet. Durch die Muldenlage des «Herblinger Seeli» führte der Wassergraben auch in den vergangenen trockenen Jahren stets ein wenig Wasser, weshalb sich eine Renaturierung in diesem Gebiet speziell lohnt.

 Die Projektleitung für das Aufwertungsprojekt liegt bei Grün Schaffhausen, die Umsetzung werde über das Naturkonto von SH POWER finanziert. In das Naturkonto fliesst ein freiwilliger Aufschlag, der von Kundinnen und Kunden beim Bezug von Biogas bezahlt wird.

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