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Pflegeheim «Hand in Hand» meldet Insolvenz an

Pflegeheim «Hand in Hand» meldet Insolvenz an
Pflegeheim «Hand in Hand» meldet Insolvenz an (Bild: Kanton Schaffhausen)

2021-09-08 15:54:02
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Die Eigentümerin des Hemmentaler Pflegeheims «Hand in Hand» musste Insolvenz anmelden, wie der Kanton Schaffhausen mitteilt.

Der Kanton Schaffhausen habe bereits am vergangenen Freitag eine Taskforce eingesetzt, um die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden vor möglichen negativen Konsequenzen zu schützen. Eine Interimslösung wurde gesucht, konnte jedoch innert der kurzen Frist nicht gefunden werden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner werden in anderen Schaffhauser Heimen untergebracht. Die Löhne der Mitarbeitenden seien gesichert.

  Die finanzielle Schieflage des Hemmentaler Heims, in dem sechs Bewohnerinnen und Bewohner betreut werden, habe dazu geführt, dass die Einzelunternehmung "Hand in Hand Spira" zahlungsunfähig wurde und ein Konkursverfahren eröffnet wird. Unter den gegebenen Umständen sei die vom Kanton geforderte Überführung der Rechtsform in eine Kapitalgesellschaft oder Stiftung unter der aktuellen Leitung nicht mehr innert nützlicher Frist zu bewerkstelligen, womit ein klarer Schnitt nötig wurde.    Aus diesem Grund habe der Kanton Schaffhausen letzte Woche eine Taskforce gebildet.

Er habe in den letzten Tagen geprüft, ob ein derartiges Angebot in Hemmental in naher Zukunft auch weiterhin aufrechterhalten werden kann. Sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Mitarbeitenden werden vor allfälligen negativen Folgen des Konkurses geschützt und begleitet: Für die Bewohnerinnen und Bewohner werden Plätze in anderen Schaffhauser Heimen bereitgestellt.

Offene Lohnforderungen der Arbeitnehmenden sollen bei Bedarf durch die Arbeitslosenkasse im Rahmen der Insolvenzentschädigung gedeckt werden.   Mit der aktualisierten Heimliste, die mit Regierungsratsbeschluss vom 15. Juni 2021 mit klaren Auflagen für die Weiterführung der Dienstleistungen genehmigt wurde, wäre der Weg bereitet gewesen, das Pflegeheim «Hand in Hand» auf zehn Betten auszuweiten und somit auf finanziell bessere Beine zu stellen.

Der Kanton verweist auf die gute Belegung, die einen Bedarf im Spezialsegment des Pflegeheims zeigt. Vor allem schwer pflegebedürftige jüngere Menschen oder psychosozial pflegebedürftige Personen, die in die vorhandenen Institutionen nicht recht passen wollen, fanden dort ein Nischenangebot im Kanton vor..

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