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Luftqualität im Kanton Schaffhausen hat sich verbessert

Luftqualität im Kanton Schaffhausen hat sich verbessert
Luftqualität im Kanton Schaffhausen hat sich verbessert (Bild: Kanton Schaffhausen)

2021-09-14 16:54:02
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Der Regierungsrat hat Kenntnis genommen vom Bericht über den Stand des Massnahmenplans Lufthygiene im Kanton Schaffhausen, wie der Kanton Schaffhausen schildert.

Die Luftqualität habe sich in den letzten Jahren generell verbessert. In der Regel werden heute die Immissionsgrenzwerte im Jahresmittel eingehalten, auch wenn für einzelne Schadstoffe immer noch Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden.

Die 2016 definierten Massnahmen zeigten grundsätzlich die gewünschte Wirkung.   Der Kanton Schaffhausen sei Mitglied im Verbund OSTLUFT, welcher die Luftqualität der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein überwacht.

Um die Luftqualität nachhaltig zu verbessern wurden im Jahr 2016 verschiedene Massnahmen zur Reduktion der Feinstaub-, Stickstoffdioxid- sowie Ammoniakkonzentrationen durch den Regierungsrat beschlossen. Wie sich anhand aktueller Messresultate zeigt, habe sich die Luftqualität weiterhin verbessert.

Die Anstrengungen der letzten Jahrzehnte zahlen sich aus, denn der erste Massnahmenplan Lufthygiene für Schaffhausen wurde bereits vor rund 30 Jahren erstellt.   Im aktuellen Berichtszeitraum 2016-2020 war die Feinstaubbelastung weiterhin rückläufig, der Grenzwert für Stickstoffdioxid grösstenteils eingehalten.

Die Belastung mit Ozon war niedriger als vor zehn Jahren, lag im Sommer teilweise aber immer noch über den Grenzwerten der Luftreinhalteverordnung. Die positiven Entwicklungen seien insbesondere auf die schadstoffärmeren Verbrennungen und Katalysatoren im Verkehrsbereich und eine stärkere Regulierung von Holzfeuerungen zurückzuführen.

Einzelereignisse wie Silvester-Feuerwerke oder 1.-August-Feuer zeigen temporäre negative Effekte. Ein Teil der im Kanton Schaffhausen umgesetzten Massnahmen wurde in der Zwischenzeit in die nationale Luftreinhalteverordnung aufgenommen, weshalb sie im kantonalen Massnahmenplan nicht mehr weitergeführt werden.

  Weiterer Handlungsbedarf besteht hinsichtlich der gemessenen Ammoniakkonzentrationen, welche im Berichtszeitraum deutlich gestiegen sind. Die Hauptquelle bildet die landwirtschaftliche Nutztierhaltung und Bewirtschaftung des Hofdüngers.

Durch heisse Sommer können die Ammoniakverluste in die Luft lokal verstärkt werden. Folglich führt eine Verfrachtung des Ammoniaks über die Luft zu erheblichen Schädigungen empfindlicher Ökosysteme wie Wald- und Naturschutzflächen.

Im Ostschweizer Vergleich zeigt Schaffhausen trotz niedrigerer Tierzahlen hohe Ammoniakkonzentrationen auf. Neue Massnahmen zur Minderung der Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft seien daher erforderlich.

Der Regierungsrat habe eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der betroffenen kantonalen Fachstellen damit beauftragt, die aktuelle Situation hinsichtlich Ammoniak im Kanton Schaffhausen zu analysieren und ein Konzept mit Reduktionsmassnahmen vorzulegen..

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