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Das Siegerprojekt für die Neugestaltung des Kammgarnhofs steht fest

2021-10-28 15:05:03
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Die Stadt Schaffhausen hat im März 2021 einen Projektwettbewerb für die Neugestaltung des Kammgarnhofs in einen attraktiven und multifunktionalen Veranstaltungsort sowie für die Projektierung der eingeschossigen Parkgarage unterhalb des Hofs ausgeschrieben, wie die Stadt Schaffhausen berichtet.

Insgesamt 20 Teams reichten fristgerecht einen Projektvorschlag ein. Das Siegerprojekt trägt den Namen CELASTRINA und wurde unter der Federführung von Metron Bern AG verfasst.

Das Siegerprojekt sowie weitere eingereichte Projekte werden vom 1. bis 13. November 2021 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Kammgarn Westflügel gezeigt. Das Kammgarnareal sei ein Schlüsselareal für die Entwicklung der südlichen Altstadt.

Neben der zukünftigen Nutzung des Kammgarn-Westflügels werde der Kammgarnhof eine bedeutende Rolle im Rahmen der Aufwertung des Areals spielen. Für die Neugestaltung des Kammgarnhofs in einen attraktiven und multifunktionalen Veranstaltungsort sowie für die Projektierung der eingeschossigen Parkgarage unterhalb des Hofs habe die Stadt Schaffhausen im März 2021 einen Projektwettbewerb ausgeschrieben.

Insgesamt 20 Teams reichten fristgerecht ihre Projektvorschläge ein, die vom Beurteilungsgremium bewertet wurden. Das Gremium setzte sich aus den folgenden neun Fach- und Sachpreisrichtern zusammen: Katrin Jaggi, Planung I Städtebau I Architektur, Zürich; Christian Zimmermann, Professor Architektur HSLU, Luzern; Lorenz Eugster, Landschaftsarchitekt Zürich; Karin Brand, Leiterin Hochbauamt; Marcel Angele, Leiter Stadtplanung; Peter Neukomm, Stadtpräsident; Katrin Bernath, Baureferentin; Florian Brack, Leiter Grün Schaffhausen; Christopher Grainger, CEO IWC Schaffhausen.

Das Gremium beurteilte die eingereichten Projektvorschläge unter anderem danach, wie gut sie sich in die Gestaltung und Erschliessung in die südliche Altstadt und an das Rheinufer einfügen. Weiter wurden die Aufenthaltsqualität, die Flexibilität für die Nutzung des Kammgarnhofs, ökologische Aspekte und die Wirtschaftlichkeit beurteilt.

Diese übergeordneten Ziele sowie die vielfältigen Anforderungen und Rahmenbedingungen wurden im Wettbewerbsprogramm detailliert festgehalten. In der ersten Beurteilungsrunde wurden die Einschätzungen des Beurteilungsgremiums zu den einzelnen Projekten eingehend diskutiert.

Sieben Projekte wurden in einem zweiten Wertungsdurchgang insbesondere hinsichtlich ihrer Nutzungsqualität, der Nachhaltigkeit und der Wirtschaftlichkeit sowie des architektonischen Ausdrucks überprüft. Vier verbliebene Projekte bildeten die engere Wahl.

Aufgrund einer umfassenden Beurteilung entschied das Preisgericht einstimmig, das von der Metron Bern AG zusammen mit weiteren Projektverfassenden aus den Fachrichtungen Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen und Architektur verfasste Projekt CELASTRINA für die Weiterbearbeitung zu empfehlen. Die Projektverfassenden interpretieren im Projekt CELASTRINA den Kammgarnhof als Bindeglied zwischen der Altstadt und dem Gewässerraum des Rheins.

Eine neu geschaffene, öffentliche Halle solle die Klosterstrasse mit dem Kammgarnhof verbinden. Mit wenigen baulichen Eingriffen werde der Kammgarnhof strukturiert: Zum einen mit der Idee, den Kastanienbaum in mittelalterlicher Tradition hervorzuheben, indem der Baumstamm durch eine Bühne gerahmt wird.

Zum anderen säumt ein zweigeschossiger Pavillon den Hof entlang der Rheinuferstrasse. Der Holzpavillon als Hofabschluss dient verschiedenen Nutzungen und sei gleichzeitig Aussichtsplattform, Tribüne und Bühne.

Er fasst die Tiefgarageneinfahrt, deren Neigung in der Decke zu Sitzstufen genutzt werden und deren Dach als Treffpunkt mit Weitsicht dient. Bei der Gestaltung des Hofes tragen die Materialwahl und die Bepflanzung zur Artenvielfalt und einem angenehmen Mikroklima bei.

Wichtige Grundlage dieser Massnahmen bildet die Tatsache, dass die Tiefgarage sich in Form und Positionierung den oberirdischen Erfordernissen und Bedürfnissen anpasst, damit weitere Bäume gepflanzt werden können. Ein Brunnen mit Wasserspiel ergänzt das Angebot und nimmt eine Idee auf, die bereits im öffentlichen Mitwirkungsprozess zur Entwicklung des Kammgarnareals eingebracht wurde.

Doktor Katrin Bernath, BaureferentinTelefon: +41 52 632 52 13Mail: katrin.bernath(at)stsh.ch .

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