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Vorlage betreffend Umsetzung des Demenzkonzeptes


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2021-12-22 08:54:02
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Der Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat eine Vorlage betreffend Umsetzung des Demenzkonzeptes, wie der Kanton Schaffhausen meldet.

Es werde ein Verpflichtungskredit von 2,25 Millionen Franken zur Finanzierung der Kantonsbeiträge an die beteiligten Leistungserbringer während einer Pilotphase von fünf Jahren beantragt.   Die medizinische Behandlung und Pflege sowie die Betreuung von Menschen mit einer Demenzerkrankung stellt besondere Anforderungen an die Leistungserbringer im Gesundheitswesen.

Bund und Kantone haben in den letzten Jahren gemeinsam eine "Nationale Demenzstrategie" entwickelt mit dem Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit einer Demenzerkrankung an ihrem Lebensort zu stärken. Ausserdem sollen während des gesamten Krankheitsverlaufs koordinierte und bedarfsgerechte Angebote zur Verfügung stehen.

Ausgehend von der Nationalen Demenzstrategie wurde das kantonale Demenzkonzept 2020 erarbeitet. Es zeigt die Ziele für den Kanton Schaffhausen auf und formuliert Massnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen.

Es macht die bereits vorhandenen Angebote und die Lücken im Kanton sichtbar. Auch die finanziellen Konsequenzen einer demenzgerechten Alterspolitik werden aufgezeigt.

  Gemäss Hochrechnung des Verbandes Alzheimer Schaffhausen leben im Kanton Schaffhausen etwa 1’700 an Demenz erkrankte Menschen, dies seien rund 2% der Kantonsbevölkerung. Mit zunehmender Lebenserwartung werde diese Zahl ansteigen.

Ca. 2/3 der Betroffenen seien älter als 80 Jahre; etwa 2/3 der Betroffenen werden zu Hause versorgt; von den Heimbewohnerinnen beziehungsweise Heimbewohnern seien ebenfalls etwa 2/3 betroffen.

Es gilt daher, für Betroffene und deren Angehörige eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.   Im Vordergrund der Massnahmen steht eine umfassende Beratung und Fall-Koordination.

Entsprechend sollen die auf Demenz spezialisierten Beratungsangebote ausgebaut und ein spezialisierter Demenz-Konsiliardienst (DKD) eingeführt werden. Der DKD solle eine rasche umfassende physische, psychische, kognitive, soziale und pflegerische Beurteilung der jeweiligen Situation bieten.

Eine Koordinationsstelle solle sich um den Aufbau und die Weiterentwicklung von koordinierten Strukturen und Prozessen sowie die Vernetzung und Qualitätsverbesserung im System kümmern. Betroffene und pflegende Angehörige sollen sich Hilfe und Entlastung holen können.

  Es sei beim Demenzkonzept schwierig, den Bedarf einzuschätzen. Dieser hängt zum einen von der Tragfähigkeit der Grundversorgerstrukturen ab (Angehörige, Nachbarn, Spitex, Heime) und zum anderen von der Akzeptanz bei den betroffenen Menschen mit einer Demenzerkrankung und den Grundversorgern.

Es solle daher im Rahmen eines fünfjährigen Pilotprojektes geklärt werden, welche Ressourcen es langfristig benötigt und welche Massnahmen greifen (best practice). Für diese Pilotphase werde mit Kosten von 450`000 Franken pro Jahr, insgesamt 2,25 Millionen Franken, gerechnet..

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