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«JA» zur steuerlichen Attraktivierung des Wohnstandortes Schaffhausen und «JA» zur befristeten Steuersenkung aufgrund Corona-Krise

  • «JA» zur steuerlichen Attraktivierung des Wohnstandortes Schaffhausen und «JA» zur befristeten Steuersenkung aufgrund Corona-Krise
    «JA» zur steuerlichen Attraktivierung des Wohnstandortes Schaffhausen und «JA» zur befristeten Steuersenkung aufgrund Corona-Krise (Bild: Kanton Schaffhausen)
2022-01-18 16:54:03
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Die erste Teilrevision des Steuergesetzes sieht zur steuerlichen Entlastung der Einwohnerinnen und Einwohner eine Erhöhung der Versicherungsabzüge sowie eine Senkung der Tarife bei der Vermögenssteuer vor, wie der Kanton Schaffhausen berichtet.

Die zweite Teilrevision bezweckt, die von der Corona-Krise belastete finanzielle Situation der Bevölkerung, aber auch der Wirtschaft (insbesondere KMU) mittelfristig zu stabilisieren. Der Regierungsrat empfiehlt den Stimmberechtigten, den beiden Vorlagen am 13. Februar 2022 zuzustimmen.

  Der Abzug für Versicherungsbeiträge werde für verheiratete Steuerpflichtige neu 7`500 Franken (bisher 3`500 Franken), für alleinstehende Steuerpflichtige 3`750 Franken (bisher 1`700 Franken) und für Kinder und unterstützte Personen 1`000 Franken (bisher 700 Franken) betragen. Bei der Vermögenssteuer werden die Tarifstufen geglättet, sodass die Maximalbelastung von 2,3‰ erst Vermögen über 1.75 Millionen Franken (bisher über 1 Millionen Franken) erfasst.

Durch diese Anpassungen werde die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der privaten Haushalte gestärkt. Sie werden bei der Kantons- und Gemeindesteuer um insgesamt 14.4 Millionen Franken pro Jahr entlastet.

Dadurch rückt die Schaffhauser Steuerbelastung näher zu den Nachbarkantonen Thurgau und Zürich.   Die anhaltende Corona-Krise stellt viele Personen und Unternehmen vor grosse, auch finanzielle Herausforderungen.

Von 2022 bis 2024 sollen daher spezielle steuerliche Entlastungen eingeführt werden. Für die Bevölkerung sei vorgesehen, dass der Kantonssteuerfuss befristet um 2 % der einfachen Kantonssteuer gesenkt wird.

Um speziell den tiefen Einkommen entgegenzukommen, sollen zudem die Entlastungsabzüge vorübergehend um 50 % erhöht werden. Insgesamt werde die Bevölkerung damit temporär gut 5.9 Millionen Franken weniger Steuern bezahlen müssen.

Für die Unternehmen solle der Steuerfuss um 1 % gesenkt werden und die Minimalsteuer auf Liegenschaften solle auf 1.4 ‰ und die Mindeststeuer um die Hälfte reduziert werden. Dies wirkt sich zugunsten der KMU aus.

Der finanzielle Handlungsspielraum der Unternehmen erhöht sich so befristet um 1.7 Millionen Franken pro Jahr.   Der Kanton Schaffhausen vermag tiefere Steuereinnahmen aufgrund wiederholt hervorragender Rechnungsabschlüsse aktuell zu stemmen.

Finanzpolitische Reserven vermögen die Ausfälle mehrheitlich zu decken.    Der Regierungsrat empfiehlt Ihnen, sehr geehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, JA zu den beiden Steuervorlagen zu sagen..

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