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Freiräume schaffen und nutzen

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    Freiräume schaffen und nutzen (Bild: Kanton Schaffhausen)
2022-03-23 11:54:02
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Die Corona-Pandemie wirkte sich vor allem zum Beginn des vergangenen Jahres stark auf die Schaffhauser Wirtschaft aus, wie der Kanton Schaffhausen schreibt.

Mit den schrittweisen Lockerungen habe sich jedoch auch der Optimismus bei einer Vielzahl der lokalen Firmen verstärkt. Aus Sicht der Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen war das vergangene Jahr sehr erfolgreich.

Sechs innovative Vorhaben von Start-ups und produzierenden Unternehmen wurden unterstützt sowie 20 ausländische Unternehmen und neun aus der Schweiz bei der Ansiedlung begleitet. Aufgrund des erneut steigenden Drucks der OECD auf die steuerliche Attraktivität der Schweiz, setzt sich die Wirtschaftsförderung dafür ein, dass weitsichtig und pragmatisch Spielräume für mutige Vorhaben geschaffen werden.

  Zahlreiche Ausbauvorhaben ansässiger Unternehmen, die hohe Zahl an Ansiedlungen und das Interesse von neuen Firmen am Standort Schaffhausen stimmt Regierungsrat Dino Tamagni positiv. Dies zeige, dass die Schaffhauser Wirtschaftsförderungspolitik unverändert erfolgreich und die eingeschlagene Strategie richtig seien, erklärte der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartement in seiner Begrüssung an der Jahresmedienkonferenz der Wirtschaftsförderung vom Mittwoch, 23. März 2022. Die Wirtschaftsförderung begleitete im vergangenen Jahr 20 Unternehmen aus dem Ausland und neun aus der Schweiz bei der Ansiedlung im Kanton Schaffhausen.

Damit gehörte Schaffhausen 2021 erneut zu den erfolgreichsten Kantonen der Schweiz. Die attraktiven Standortfaktoren wie das Steuerniveau und Kostenumfeld oder die Flughafenanbindung überzeugen weiterhin.

Christoph Schärrer, Delegierter für Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen, betonte, dass Standortfaktoren wie eine fortschrittliche Haltung gegenüber Neuem und Freiräume zum Experimentieren bei der Standortwahl immer wichtiger werden. Gerade weil die steuerliche Attraktivität der Schweiz infolge der OECD-Mindestbesteuerung erneut unter Druck sei, gelte es weitsichtig und pragmatisch Spielräume für mutige Vorhaben zu schaffen.

Mit dem Aufbau thematischer Kompetenzzentren von nationaler und internationaler Ausstrahlung werden Alleinstellungsmerkmale für die Wirtschaftsregion Schaffhausen geschaffen. Dies untermauerte auch Volkswirtschaftsdirektor Dino Tamagni.

Deshalb habe der Schaffhauser Regierungsrat in seinen Jahreszielen den Fokus unter anderem auf die Weiterführung der aktiven Wirtschaftsförderungspolitik sowie der konsequenten Positionierung des Kantons Schaffhausen als «Anwendungsregion» für zukunftsgerichtete Vorhaben gelegt. «Den eingeschlagenen Weg gilt es weiterzugehen, denn dieser verhilft zu guten Ergebnissen, die sich in einer spürbaren Gründungs- und Investitionsdynamik sowie auch den Ansiedlungszahlen niederschlagen.»   Zukunft werde auf dem Land gemacht Mit neuen Versuchen im Bereich Smart Farming, Testflügen von Drohnen-Start-ups oder dem bald startenden Projekt Linie 13 zwischen Bahnhof und Stahlgiesserei, sei der Kanton Schaffhausen Heimat zahlreicher Zukunftsprojekte.

Das sei kein Zufall, so Schärrer. «Während Städte immer enger und dichter werden, bieten ländliche Regionen einen grossen Vorteil: Freiraum – zum Leben und Denken», sagte Schärrer.

«Diesen wollen wir nutzen und erweitern». So werden auch in den kommenden Jahren neue Erfolgsgeschichten im Kanton Schaffhausen entstehen – etwa im Bereich «Novel Food», also neuartiger Lebensmittel.

  Erhöhte Gründungsdynamik im Kanton Schaffhausen Im Rahmen der Bestandspflege hatte die Wirtschaftsförderung Kontakt mit 145 ansässigen Unternehmen. Zudem konnte sie 42 angehende Gründerinnen und Gründer in einem kostenlosen Erstgespräch beraten.

Die Zunahme der Anzahl Neugründungen um 25.9% im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 unterstreicht die erhöhte Gründungsdynamik. Neben den Aktivitäten der Wirtschaftsförderung leisten auch die Projekte, die im Rahmen der Regional- und Standortentwicklung (RSE) mit Geldern aus dem Generationenfonds unterstützt werden, einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Standortattraktivität.

Die RSE-Förderschwerpunkte zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit im Tourismusbereich sowie die Innovationsdynamik bei Industrie, Gewerbe und Dienstleistern zu erhöhen, wie Leandro Robustelli, Leiter der RSE-Geschäftsstelle, ausführte. Die überregionale Vernetzung habe dabei einen hohen Stellenwert.

Dies zeigen beispielhaft das Ostschweizer Innovationsnetzwerk INOS oder die neue E-Bike Rheingenussroute, welche über das RSE-Programm finanziell unterstützt werden.   Schaffhauser Wirtschaft im Corona Jahr 2021 War der Jahresbeginn 2021 von einem erneuten Lockdown geprägt, verbesserte sich die wirtschaftliche Situation nach dem anfänglichen Dämpfer kontinuierlich.

Dies wirkte sich positiv auf die Wirtschaft und den Standort aus, was sich beispielhaft am starken Rückgang der Härtefallgesuche bis Ende des Jahres zeigte. «Dank der finanziellen Unterstützungsleistungen von Bund und Kanton konnten die schlimmsten Folgen abgewendet werden – und ein Grossteil der Unternehmen könne wieder optimistisch in die Zukunft blicken», sagte Volkswirtschaftsdirektor Tamagni..

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