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Demografiestrategie: Weiterer Handlungsbedarf für Kanton und Ge-meinden

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    Demografiestrategie: Weiterer Handlungsbedarf für Kanton und Ge-meinden (Bild: Kanton Schaffhausen)
2022-06-16 14:54:02
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Der Regierungsrat hat in den vergangenen Monaten eine umfassende Überprüfung des Umsetzungsstands der Demografiestrategie des Kantons Schaffhausen vorgenommen, wie der Kanton Schaffhausen schildert.

Unter Berücksichtigung aktualisierter Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung stellt er einen längerfristigen und zugleich dringlichen Handlungsbedarf fest. Der Projektbericht der interdepartementalen Arbeitsgruppe vom 31. März 2022 zeigt den Handlungsbedarf für den Kanton und die Gemeinden auf und schlägt insgesamt 25 Massnahmen zur Umsetzung vor.

Der Regierungsrat habe eine entsprechende Orientierungsvorlage an den Kantonsrat verabschiedet.   Die 2017 in der Demografiestrategie aufgezeigte Entwicklung, wonach das Bevölkerungswachstum im Kanton Schaffhausen seit über 20 Jahren nicht mehr auf Geburten, sondern auf einen positiven (Ein-) Wanderungssaldo zurückgeht, werde sich gemäss aktualisierten Szenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS)[1] bis 2050 fortsetzen.

Dabei sei weiterhin von einem steigenden Bevölkerungswachstum auszugehen: Gemäss dem Szenario des BFS werden die 2017 angenommenen Bevölkerungszahlen für 2030 beziehungsweise 2040 rund 10 Jahre früher erreicht.   Gleichzeitig erhöht sich der Altersquotient, der die Belastung einer Volkswirtschaft beziehungsweise der Bevölkerung im produktiven Alter (20-64 Jahre) durch die nicht mehr erwerbsfähige Bevölkerung (Personen ab 65 Jahren) misst: Kamen im Kanton Schaffhausen 1990 noch vier erwerbstätige Personen auf eine pensionierte Person, werden demnach bis 2050 noch zwei erwerbstätige Personen auf eine pensionierte Person kommen (vgl.

Projektbericht vom 31. März 2022, S. 5 - 10).

Die sogenannte Alterspyramide verschiebt sich somit immer schneller nach oben.   Aufgrund der seit 2017 mit der Umsetzung der Strategie gesammelten Erfahrungen sowie des aktualisierten Kenntnisstandes betreffend die Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung habe eine vom Regierungsrat eingesetzte interdepartementale Arbeitsgruppe Demografie die in der Demografiestrategie definierten Handlungsfelder, Hauptaufgaben und Massnahmen überprüft, wo nötig angepasst und im nun vorliegenden Projektbericht "Weiterentwicklung Demografiestrategie Kanton Schaffhausen" zusammengefasst.

  Ein notwendiger Hebel, um dem für die hiesige Wirtschaft herausfordernden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die steigenden Bedürfnisse innerhalb der Gesundheitsversorgung aufzufangen sowie den finanziellen Konsequenzen entgegenzutreten, sei die interkantonale und internationale Zuwanderung. Unverändert gilt es zudem, das Bildungswesen sowie die Siedlungsentwicklung und das Mobilitätsangebot auf den demografischen Wandel und die daraus resultierenden, neuen gesellschaftlichen und infrastrukturellen Anforderungen auszurichten.

Und nicht zuletzt bleibt es für die Bewältigung der demografischen Herausforderungen elementar, die Lebens- und Standortattraktivität des Kantons weiter zu stärken.   Das Verständnis für die demografische Entwicklung und die politische Akzeptanz für damit verbundene Initiativen müssen in der Öffentlichkeit und den Behörden weiter gestärkt werden.

Die Ansprüche der jüngeren und älteren, ansässigen und zugewanderten Wohnbevölkerung an die Leistungen der öffentlichen Hand sollen gleichermassen erfüllt werden. Der Regierungsrat sei überzeugt davon, dass die Weiterentwicklung der Demografiestrategie der wirtschaftlichen Prosperität, aber auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dient.

  Es sei nun an den zuständigen Behörden auf kantonaler und kommunaler Ebene, die von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen 25 Massnahmen (vgl. Beilage) zu priorisieren und wenn immer möglich umzusetzen.

Hierfür seien die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Der Regierungsrat habe im Rahmen der Orientierungsvorlage eine erste Priorisierung der Aktivitäten vorgeschlagen.

Weiter seien auch die Organisationen und Institutionen der Zivilgesellschaft eingeladen, sich an der Diskussion und an der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen aktiv zu beteiligen.   Mit der überarbeiteten Strategie solle die 2017 angestossene Diskussion über die demografische Entwicklung im Kanton Schaffhausen und deren Auswirkungen und Herausforderungen weiter gefördert werden.

Der Regierungsrat werde sich ab 2023 erneut in Form eines jährlichen Controllings mit dem Umsetzungsstand der Massnahmen sowie den hierfür erforderlichen Ressourcen auseinandersetzen..

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