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Regional

Fortführung der Umsetzung des kantonalen Palliative Care Konzeptes

2022-06-29 14:54:02
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Der Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat eine Vorlage betreffend Verlängerung der Pilotphase der Umsetzung des Palliative Care Konzeptes Schaffhausen, wie der Kanton Schaffhausen schildert.

Beantragt werde vorerst eine Verlängerung der Pilotphase für die palliative Spezialversorgung bis Ende 2023 und ein entsprechender Kredit in Höhe von 875`000 Franken. Palliative Care habe zum Ziel, die Lebensqualität von unheilbar kranken Patienten und Patientinnen zu verbessern.

Zentrale Massnahmen seien die Hospiz-Station am Kompetenzzentrum für Lebensqualität Schönbühl in Schaffhausen, der mobile Palliative Care Dienst der Krebsliga Schaffhausen, der Palliativ-Konsiliardienst der Spitäler Schaffhausen sowie die Koordinationsstelle des Vereins palliative-schaffhausen.ch. Der Bund und die Kantone haben in den letzten Jahren gemeinsam eine "Nationale Strategie Palliative Care" entwickelt mit dem Ziel, für Menschen mit unheilbaren Krankheiten und Beeinträchtigungen in der letzten Lebensphase eine gute Versorgung sicherzustellen.

Im Kanton Schaffhausen wurde der Anspruch der Patienten auf eine adäquate Palliative Care Versorgung im Gesundheitsgesetz verankert. Die Rahmenbedingungen und erforderlichen Massnahmen seien im kantonalen Palliative Care Konzept festgehalten.

Seit Oktober 2019 werde das Konzept - im Rahmen einer dreijährigen Pilotphase - umgesetzt.   Die Hospizstation startete mit zwei Betten und wurde zum 1. Januar 2021 auf drei Betten erhöht.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung und bei den Grundversorgern sei hoch. Die Weiterführung der Hospizbetten werde sowohl aus Patientensicht als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht als sinnvoll erachtet.

  Der mobile Palliative Care Dienst wurde gut angenommen. Er wurde häufig telefonisch kontaktiert (total etwa 320 Stunden pro Jahr) und war im Bedarfsfall auch vor Ort (ca.

70 Stunden pro Jahr). Insbesondere konnte die Schnittstelle zwischen Spitälern und der ambulanten Versorgung verbessert werden, wodurch Spitaleintritte vermieden und Spitalaustritte beschleunigt werden konnten.

Der Kontakt mit den Heimen und den ambulanten Versorgern solle weiterhin intensiviert werden.   Der Palliativ-Konsiliardienst sei die Alternative zu einer Palliative Care Akutstation im Spital.

Er sorgt dafür, dass Palliativ-Patienten auf allen Stationen und Ambulatorien der Spitäler Schaffhausen bei Bedarf eine adäquate palliative Versorgung erhalten. Ausserdem sorgt der Palliativ-Konsiliardienst für ein ausreichendes ärztliches Knowhow im Gesamtversorgungsnetzwerk des Kantons Schaffhausen.

  Die Koordinationsstelle sorgt für eine verbesserte Koordination, Kommunikation und Qualitätssicherung im Gesamtnetzwerk der Versorgung. Sie habe während der Covid-19-Pandemie die «Pall-Box» zur Sicherstellung der Rund-um-die-Uhr Notfallversorgung mit Medikamenten installiert.

Die Koordinationsstelle trägt somit wesentlich zur Qualitätssteigerung bei.   Die Verlängerung der Pilotphase um 15 Monate solle zum einen für die Durchführung der Ausschreibung für die Leistungsbereiche der spezialisierten Dienste im Sinne des Submissionsverfahrens und zum anderen für die Vorbereitung einer weiteren Vorlage an den Kantonsrat betreffend die Kosten für die definitive Einführung genutzt werden..

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